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Hotel Voramar

30 Juli 2010

Hotelbesitzer mit dem Messer an der Kehle

Hotelbesitzer beklagen sich beim Tourismusminister über die absurd niedrigen Preise, für welche sie ihre All-Inclusive Resorts an die Reiseveranstalter anbieten sollen. Der Tourismusminister Francisco Javier Garcia Fernández war letzten Samstag Gast im Delphin Park Ocean World in Puerto Plata. Er sprach dort unter anderem mit den Vertretern dieser Hotels. Sie sagten dem Minister, dass ihnen das Wasser bereits bis zum Kinn stehe, da sie mit einem betrag von 18-25 Dollar am Tag versuchen müssen, die Gäste den ganzen Tag mit Essen und Getränke zu versorgen. Außerdem muss ein Unterhaltungsteam den ganzen Tag und am Abend die Gäste bei Laune halten. Das alles muss von den 18 Dollar bezahlt werden! Laut Sprecher von diesen Hotels sei das unmöglich. Aber die Reiseveranstalter diskutieren nicht mit ihnen und als Gegenzug schicken sie keine Gäste mehr und dann muss das Hotel schließen. Der Urlauber bezahlt jedoch den vollen Preis von 55 bis 70 Dollar pro Übernachtung. Die Differenz von 35 bis zu 50 Dollars bleibt in Europa, Kanada oder den USA hängen.
Der Tourismusminister
Der Tourismusminister
Davon weiß jedoch die Dominikanische Bevölkerung nichts. Aber, und das gaben die Hotelbesitzer schuldbewusst zu, herrscht keine Solidarität zwischen den verschiedenen Hotelbesitzern. Wenn sie gemeinsam gegen das absurde Auftreten der Reiseveranstalter auftreten würden, dann könnten diese nicht länger unfaire Preise für Übernachtungen und Verpflegung aushandeln. Das soll aber nicht bedeuten, dass der Kunde, der Urlauber, deshalb einen hören Preis bezahlen soll. Aber wenn die Reiseveranstalter sich mit einen kleineren Gewinnanteil zufrieden geben würden, würden Hotelbesitzer und Kunden nicht länger leiden.
© Sosúa-Nachrichten, Sosúa, República Dominicana,
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